Public Affairs
In den vergangenen Jahren hat die Politik zunehmend an Glaubwürdigkeit verloren. Eine Tatsache, die sich vor allem in der allgemeinen Parteien- verdrossenheit widerspiegelt: Viele Menschen haben der institutionalisierten Politik den Rücken gekehrt. Wer nach Gründen für diese Entwicklung sucht, stößt schnell auf wesentliche Einflussfaktoren: Zum einen ist es der Politik nicht gelungen, ihre Reformen zu vermitteln. Stattdessen haben andere politische Akteure und Unternehmen ihre Eigeninteressen konsequent kommuniziert. Auch die deutsche Medienlandschaft, die zunehmend unter ökonomischem Druck steht, weist immer weniger Titel und Formate auf, die tiefgehende Hintergründe liefern.
Trotz dieser Entwicklungen ist das Interesse an politischen Themen höher denn je, wie sämtliche Studien belegen – darunter die Shell Jugendstudie 2006. Wie können vor diesem Hintergrund politische Institutionen, aber auch Unternehmen, Verbände und NGOs erfolgreich politische Themen in der Öffentlichkeit vermitteln, besetzen und beeinflussen?
Um mit politischer Kommunikation Wirkung zu erzielen, sind drei Aspekte wesentlich: Verständnis erzeugen und Einstellungen verändern – dies gelingt nur denjenigen, die auf Augenhöhe mit ihren Zielgruppen kommunizieren, indem sie die Menschen ernst nehmen und den Dialog suchen. Gleichzeitig gilt es, das Informationsbedürfnis sowohl der Medien als auch der Öffentlichkeit seriös zu befriedigen. Und nicht zuletzt muss es den kommunizierenden Organisationen immer darum gehen, das Gemeinwohl mit der eigenen Position zu verbinden und nicht nur darum, den eigenen Nutzen zu suchen.
Kompetenzen verknüpfen - Stakeholder einbinden
In der strategischen Planung von politischer Kommunikation spielt daher die genaue Kenntnis der Rahmenbedingungen eine wichtige Rolle. Komplexe Entscheidungsstrukturen, eine Vielzahl von Akteuren, die sich auf der Bühne Gehör verschaffen wollen, die Bedeutung von NGOs und die Rolle der Medien – all diese Faktoren führen dazu, dass die viel zitierte „Hinterzimmer-Lobby- Strategie“ ausgedient hat. Heute bedarf es vielmehr maßgeschneiderter Kommunikationsstrategien, in denen alle Stakeholder sowie die breite Öffentlichkeit Berücksichtigung finden. Public Affairs wird damit zu einem Beratungsbereich, in dem sich drei Kommunikations-Kompetenzen verbinden: Die Grundlage bildet das Verständnis politischer Prozesse und Akteure. Eine umfassende Kenntnis verschiedener Kommunikationsmethoden und -mechaniken, insbesondere des Campaignings, ist ebenso zielführend wie spezielles Know-how in der Frage: Wie wirken politische und gesellschaftliche Themen auf die Wahrnehmung unterschiedlicher Zielgruppen? Dies ist umso wichtiger, weil es gilt, Werte und Überzeugungen anzusprechen – und nicht Kaufimpulse zu schaffen oder Markenloyalitäten zu erzeugen. Die Kombination dieser drei Kompetenzen versetzt politische Institutionen, Unternehmen, Verbände und NGOs in die Lage, mit Kampagnen oder Lobbyarbeit deutliche Effekte zu erzielen.
Auf Basis dieses Verständnisses bietet Ihnen Johannsen + Kretschmer das gesamte Rüstzeug für Ihre politische Kommunikationsarbeit: Von Analyse und Strategiebildung über Issues Management und Lobbyarbeit bis hin zur Realisierung breiter Kampagnen.
Ihr Ansprechpartner für Public Affairs:
Dr. Roland Zielke
T +49 (0) 30 520 00 57-26
r.zielke(at)jk-kom.de