Babylon



Im Januar 2008 traten die Staatlichen Museen zu Berlin mit der Aufgabe an
J + K und MetaDesign heran, die Ausstellung
„Babylon. Mythos und Wahrheit“ mit Hilfe einer Kommunikationskampagne zum Publikumsmagneten und Highlight des Berliner Kultursommers 2008 zu machen. Das Ziel lautete: 300.000 Besucher im Zeitraum vom 26. Juni bis 5. Oktober 2008. Zum ersten Mal sollte eine Ausstellung der SMB mit einer Kampagne dieser Größe angekündigt und begleitet werden.

 

Kein Turm! Die Plakate greifen Mythos und Wahrheit Babylons eindrucksvoll auf.

Babylon – dahinter verbergen sich zwei Welten: Das wahre antike Babylon und der Mythos. Dabei sind die geschichtliche Bedeutung und die zivilisatorischen Errungenschaften Babylons weit weniger bekannt als seine zahlreichen Mythen, die das vorherrschende Bild Babylons prägen. Hier setzt die von MetaDesign und J + K entwickelte Kampagne an: Mit dem Claim BABYLON WAR NICHT BABEL stellt sie Zu-wissen-Geglaubtes infrage und schafft ein Bewusstsein für die Widersprüchlichkeit von Mythos und Wahrheit, von Babel und Babylon.

 

Die markanten Plakatmotive stützen den Claim und verstärken die Irritation um die bekannten Vorstellungsbilder von Babylon und Babel. Die lauten Headlines – „Kein Gott!“, „Keine Hure!“, „Kein Turm!“ und „Kein König!“ – werden von der auffälligen Gestaltung unterstrichen.

 

Im Rahmen des Gestaltungs- und Kommunikationskonzeptes haben MetaDesign und J + K gemeinsam mit der Abteilung Presse Kommunikation und Sponsoring der Generaldirektion der Staatlichen Museen zu Berlin neben der Kampagnenkonzeption und -gestaltung auch die Basis für aufeinander abgestimmte Maßnahmen entwickelt, die den Besucher der Ausstellung begleiten – darunter bewährte Elemente wie Poster, Flyer und Website.

 

Das Ergebnis: Die Ausstellung übertraf die Erwartungen der SMB bei Weitem und erfuhr unerwartet hohen Zuspruch: Berlin war Babylon. Statt der anvisierten 300.000 kamen 560.000 Besucher, um sich die Sonderausstellung anzusehen.

 

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