J + K Blickpunkt 2006
Monatsthema November 2006
02.11.2006Reformpolitik als Wandel und Krise. Unterschiede zwischen Unternehmens- und politischer Kommunikation
Reformen tragen die Merkmale des organisatorischen Wandels. Angesichts der emotionalen Betroffenheit in der Bevölkerung und einem schnell schwindenden Vertrauen in die Verfahren und Kompetenzen von Politik sind jedoch auch die Merkmale der kommunikativen Krise zu erkennen. Ohne Glaubwürdigkeit sind diese Prozesse nicht aufzulösen.
Monatsthema Oktober 2006
02.10.2006In der Branche bewegt sich was. Der Arbeitsmarkt Beratung verändert sich – und stellt neue Herausforderungen an die Agenturen
Die Konjunktur zieht an. Erstmals seit Jahren gibt es in Deutschland wieder ein merkliches Wachstum. Die Beratungsbranche als klassischer Konjunkturvorläufer bemerkt dies bereits seit einigen Monaten. Zahlreiche Agenturchefs konstatieren, dass die Belastung in ihren Agenturen durch Neugeschäft und Pitches extrem angestiegen ist. Zwar profitieren nicht alle gleichermaßen von dieser Situation. Dennoch mehren sich die Hinweise, dass der Arbeitsmarkt in den kommenden Monaten deutlich anziehen wird. Es ist an der Zeit, einen kritischen Blick auf den Arbeitsmarkt „Beratung“ zu werfen.
Monatsthema August 2006
01.08.2006Kulturkommunikation - nur für Teilöffentlichkeiten?
"Nichts, was das Kunstwerk zu bieten hat, war vorher auf dem Markt; also konnte es auch keine Nachfrage danach geben." - Adolf Muschg. Nicht nur im deutschsprachigen Raum, wo einst die "Schaubühne als moralische Anstalt" konzipiert wurde, lebt die Überzeugung, dass Kunst das Leben bereichert. Damit richtet sich das Angebot der ungezählten Museen, Theater und Opernhäuser zunächst an jedermann. Doch die Realität ist eine andere: Das kontinuierlich kunstinteressierte Publikum ist – im Vergleich zu anderen Zielgruppen – überschaubar. Dürfen sich kulturelle Institutionen damit abfinden? Welche Rolle spielt Kommunikation?
Monatsthema Juli 2006
04.07.2006Mut zur eigenen Identität
Da erschallt er wieder: der Ruf nach „Politik als Marke“. Am besten noch durch „Ästhetikkommissionen“ visualisiert. Denn wo die Verdrossenheit über Politik zunimmt, soll die Marke, nicht der Mensch, wieder Vertrauen geben können. Doch bei der Betrachtung der Programmdebatten von SPD und CDU helfen schnelle, einfache Lösungen nicht weiter.
Monatsthema Juni 2006
01.06.2006Issues Management
„Don’t believe the hype“. Wenn es nach diesem Grundsatz ginge, könnte man sich eine ausführlichere, praxisnahe Beschäftigung mit dem Thema Issues Management eigentlich sparen. Ein wenig erinnert der brancheninterne Umgang mit der Materie an andere Modethemen. Siehe Weblogs: Alle reden über Blogs, aber nur wenige wissen, was sich hinter dem Begriff verbirgt. Beim Issues Management scheint man schon weiter zu sein: Seit Beginn der 1990er Jahre ist das Interesse am Thema in Deutschland außerordentlich gestiegen (Schaufler 31-34).
Monatsthema Mai 2006
02.05.2006„Adlerauge“ – Dialog für Reformen
Hinter uns liegt ein kurzer Wahlkampf. Ein Wahlkampf, der nicht durch kommunikative Glanzleistungen der Kampagnenmacher auffiel. Bis zum Ende blieb es spannend und entgegen allen Umfragen ist das Wahlergebnis nicht eindeutig. Nach langen Sondierungsgesprächen und anschließenden Koalitionsverhandlungen hat nun eine neue Regierung vier Jahre Zeit, die notwendigen Reformen in Deutschland voranzubringen.
Monatsthema April 2006
03.04.2006Weblogs und Krisenkommunikation
Es gibt weltweit 30 Millionen Weblogs. Alle fünf Monate verdoppelt sich die Zahl der Onlinetagebücher. Alle sechs Sekunden entsteht ein neues Weblog. Weblogs verändern den Online-Journalismus und dienen gleichermaßen als Sprachrohr für Dissidenten, Teenager, CEO’s und Politiker.
Monatsthema März 2006
06.03.2006Anwälte im Wettbewerb: Vom Werbeverbot zur strategischen Kommunikation
Anwälte dürfen werben und PR betreiben: Diese Feststellung ist für viele Verbraucher und auch Anwälte immer noch überraschend. Dabei hat sich bereits vor einigen Jahren das Werberecht der freien Berufe wesentlich gewandelt. Liberalisierungsdruck aus Brüssel und die deutsche Rechtsprechung haben dafür gesorgt, dass die strikten Werbeverbote für Anwälte, Steuerberater oder Architekten aufgehoben sind.
Monatsthema Februar 2006
01.02.2006Its business - not philanthropy
Auf dem diesjährigen World Economic Forum in Davos präsentierte U2-Sänger Bono die neue Marke "Red". Unter dem Markennamen sollen Unternehmen Produkte anbieten, deren Verkaufserlös an den Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria fließt. Beteiligt sind bisher neben anderen American Express, Gap und Giorgio Armani. Die Unternehmen hätten sich aus rein geschäftlichen Gründen entschieden, das Label zu nutzen, betonte der Sänger gegenüber der Financial Times Deutschland. Sie könnten mit der Marke nicht nur Gutes tun, sondern auch gutes Geld verdienen. Genau deshalb habe man die Idee ins Leben gerufen.