Analysen

Nach dem hitzigen EU-Gipfel am 26. März erlebte die Union ein seltenes Phänomen: Politiker und Ökonomen suchen sich gezielt Medien in anderen Mitgliedsstaaten für Ihre Positionierung aus, um die eignen Argumente für und gegen Eurobonds bzw. den Einsatz des ESM auszutauschen – ein echter paneuropäischer Diskurs also.

Vor dem Treffen der EU-Finanzminister werfen wir einen Blick auf die Vorschläge, die bisher auf dem Tisch liegen.
Jetzt schon scheint festzustehen, dass die europäische Antwort sich weder allein auf den Einsatz des Stabilitätsmechanismus noch auf die Ausgabe von gemeinsamen Anleihen beschränken wird.  

 

 

Die schlagartige Ausbreitung des neuartigen Corona-Virus stellt die Wirtschaft aktuell auf eine harte Probe. Umsatzverluste, Laden- und Werksschließungen sowie durchbrochene Lieferketten befeuern Unsicherheiten branchenübergreifend weiter. Hier bedarf es individueller und situativ unterschiedlicher Lösungsansätze, um die Verlustkurve abzuflachen und den Erfolg von Unternehmen über die Krise hinaus nachhaltig zu sichern. Denn die derzeitige Situation um COVID-19 zeigt bislang auch die Grenzen für ein erfolgreiches Krisen- und Stakeholdermanagement auf. Wie Unternehmen nach der Krise dastehen werden, wird stark davon abhängen, wie sie jetzt kommunizieren und mit ihrer Belegschaft sowie anderen betroffenen Stakeholder-Gruppen umgehen.

 

 

Mit der Entscheidung die Anforderungen für Kurzarbeitszeiten herabzusenken, hat die Bundesregierung vielen Unternehmen in der aktuellen Situation wichtigen wirtschaftlichen Spielraum verschafft. Bereits heute verzeichnen die Arbeitsagenturen einen Rekordanstieg von Anträgen auf Kurzarbeitergeld. Was aus unternehmerischer Sicht ein sinnvoller Schritt ist, muss nicht unbedingt als solcher von der Belegschaft verstanden werden. Vor dem Hintergrund der Unsicherheit vieler Beschäftigter sollte die Einführung von Kurzarbeit daher mit sozialem Fingerspitzengefühl und Transparenz umgesetzt werden.

Willensbildungs und Entscheidungsprozesse kommen auch angesichts Covid-19 nicht zum Erliegen. Und gerade in diesen besonderen Zeiten gilt: Wichtige Fragestellungen, politische Anliegen und Vorhaben ohne Austausch einfach „durchzuziehen“ oder bis auf Weiteres ruhen zu lassen sind keine Optionen. Wir setzen in der aktuellen Phase des Social Distancing wirkungsvolle Stakeholder-Dialoge und Beteiligungsformate mit Ihnen gemeinsam um. JK unterstützt Sie dabei, in der aktuellen Situation den Austausch mit Ihren relevanten Stakeholdern und damit die wichtige Pflege Ihres Beziehungskapitals aktiv und verantwortungsbewusst zu gestalten.

Digitale Technologien werden als die große Zukunftschance gesehen – nicht zuletzt, um nachhaltiges Wirtschaften zu ermöglichen. Dabei wird aktuell noch allzu häufig ignoriert, dass die Digitalisierung in ihrer aktuellen Geschwindigkeit auch eine unglaubliche Umweltbelastung bedeutet. Wie kann dieses Dilemma zwischen Innovationsdruck und Klimawandel gelöst werden?

After 47 years of membership, the United Kingdom will leave the European Union tonight. Political negotiations are to follow swiftly, to secure the UK’s plan to have a trade deal ready by the end of 2020, which seems ambitious to most observers. Yet, businesses on both sides will surely step up their efforts to strengthen and expand relations across the Channel in the months to come, while identifying Brexit-related risks and securing preferred outcomes.

Bei der Umsetzung von Großprojekten sind die Interessen vieler Akteure betroffen. Vera Grote betont vor diesem Hintergrund die Wichtigkeit einer aktiven und frühen Öffentlichkeitsbeteiligung für eine erfolgreiche Projektrealisierung.

Strategisches Framing hat sich methodisch keineswegs erledigt – sondern bleibt gerade in erklärungsbedürftigen Kommunikationssituationen und Multi-Stakeholder-Umfeldern ein richtiger Ansatz, um erfolgreich und wirkungsvoll zu kommunizieren.

Nun ist das lang erwartete Diesel-Urteil gefallen: Letztinstanzlich wurde das Recht auf saubere Luft und die gesundheitliche Unversehrtheit der Bürgerinnen und Bürger von den Bundesverwaltungsrichtern als hohes zu schützendes Gut eingestuft – auch dann, wenn dafür die Mobilität mit besonders stickstoffdioxid-belastenden Antrieben wie dem Dieselmotor eingeschränkt werden muss.

Zwei-Grad-Ziel und Luftreinhaltung ermöglichen, Elektrifizierung und Antriebswende vorantreiben, Verkehrswachstum bewältigen und Lebensqualität sicherstellen sowie die Vernetzung und Automatisierung des Verkehrs vorantreiben: Das sind die großen Treiberthemen des Mobilitätssektors 1. Sie stecken den Rahmen für das (verkehrs-) politische Handeln in den kommenden Jahren ab.

Unabhängig davon, ob die SPD-Funktionäre am Ende der Empfehlung der Sondierer folgen: Es mehren sich die Stimmen, die den Beschluss an Nachverhandlungen binden wollen – vor allem in den Bereichen Wohnen und Arbeit. Aber auch in Mobilität, Energie, Gesundheit und Digitalisierung muss weiter konkretisiert werden – und die finale Positionierung der SPD zur Flüchtlingspolitik ist von besonderem Interesse.

Alles ist offen, und es kann zäh werden mit einer Großen Koalition. Die meisten Analysen sind geliefert, und die Skepsis überwiegt, aber: Effektive, konkrete, zukunftsweisende Politik wird möglich sein, wenn sich hinreichend viele und diverse Akteure im vorpolitischen Raum für die großen Aufgaben, die anstehen, mitverantwortlich fühlen.

Unter dem UN-Vorsitz der Republik Fidschi wurde die 23. UN-Klimakonferenz zum ersten Mal von einem Inselstaat im Pazifik, einem der „Vulnerable 20“ und Mitglied der “Alliance of Small Island State” (AOSIS), ausgerichtet.

Die Jamaika-Sondierungen waren die ersten vollständig digital begleiteten Verhandlungen zur Bildung einer neuen Bundesregierung in Deutschland. Die für interessierte Beobachter, Parteimitglieder und die Öffentlichkeit erfreuliche Transparenz der Gespräche durch die Begleitung in den digitalen Medien zeigte jedoch deutliche Schattenseiten.

Mit dem Einzug der AfD in den Bundestag stellt sich für alle Parteien die Frage, auf die es kei­ne einfache Ant­wort gibt: Wie ge­hen wir mit der AfD um? Ignoriert man die Rechtspopulisten oder verweigert man sich nur ihren politischen Initiativen? Wie gehen die Parteien und einzelne Abgeordnete mit gezielten Provokationen um?

Der Strukturwandel in Städten und Gemeinden erfordert neue Formen der Beteiligung für erfolgreiche Stadt- und Regionalentwicklungsstrategien

  • Kurzanalysen zur Bundestagswahl 2017

Die große Koalition ist mit der eigenen Gesundheitspolitik durchaus zufrieden. In den vergangenen vier Jahren wurden im Bereich Gesundheit und Pflege mehr als zwei Dutzend Gesetze und Verordnungen verabschiedet.

  • Kurzanalysen zur Bundestagswahl 2017

Die Enttäuschung der Kommentatoren nach dem Dieselgipfel Anfang August war groß. Dabei ist das Ergebnis für die Autoindustrie nur begrenzt gültig. Die kommende Legislatur 2017-2021 wird der Mobilität neue Rahmenbedingungen geben, und die anstehenden Aufgaben gehen über eine Bewältigungsstrategie von „Dieselgate“ weit hinaus.

  • Kurzanalysen zur Bundestagswahl 2017

Manch energiepolitischer Sprecher klagt, das Interesse am Fach nähme ab, die hoch komplexe Energiepolitik sei für Politiker in den Fraktionen kaum noch darstellbar. Auch die Wahlprogramme zeigen: Früher war mehr energiepolitischer Fokus.

  • Kurzanalysen zur Bundestagswahl 2017

Die Wahlprogramme aller Parteien zeigen ausnahmslos ein geschärftes Bewusstsein für die allumspannende Relevanz digitaler Technologien. Deren Entwickler haben sich längst angeschickt, mit ihren Produkten und Services sämtliche Lebens- und Arbeitsbereiche weitreichend neu zu strukturieren.

  • Presseveröffentlichungen

In einer komplexer werdenden Umwelt wird Unternehmenskommunikation immer wichtiger, lautet ein verbreitetes Credo. Aber stimmt das überhaupt? Heiko Kretschmer, Gründer und Geschäftsführer von Johanssen + Kretschmer, meint:
Die Corporate Communications stehen in den kommenden Jahren an einer Weggabelung. Aufwertung oder Abwertung? Beides ist denkbar.

Die Digitalisierung ist komplexer und herausfordernder als jeder Wandel, den ein Unternehmen bisher vollzogen hat. Es ist eine Transformation in eine Organisation, von der auch die Unternehmensführung nicht weiß, wie sie morgen und übermorgen aussehen wird.

Populistische und nationalistische Tendenzen werden auch in westlichen Demokratien immer einflussreicher. Nicht erst mit der Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten sind ihre Vertreter an den Hebeln der Macht angekommen: Bereits einige Monate zuvor deutete die ‚Brexit‘-Entscheidung in diese Richtung, und in weiteren Ländern Europas zeichnet sich Ähnliches ab, nicht zuletzt vor dem Hintergrund des kontrovers diskutierten Themas Zuwanderung.

Robert Busch (Bundesverband Neue Energiewirtschaft) und Heiko Kretschmer (Johanssen + Kretschmer Strategische Kommunikation) haben ein Manifest für ein sogenanntes German Enervalley veröffentlicht. Mit dem Begriff German Enervalley stellen die Autoren das Potenzial Deutschlands in den Mittelpunkt, in der digitalen Energiewirtschaft das neue Silicon Valley - nämlich das German Enervalley - zu werden.

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