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Am Anfang erfolgreicher Stadt- und Regionalentwicklungsstrategien

Strategische Kommunikation schafft Akzeptanz

Der demografische Wandel und der Trend zur Urbanisierung sorgen für grundlegende gesellschaftliche Veränderungen. Vor diesem Hintergrund erleben auf der einen Seite Städte eine hohe Wachstumsdynamik. Auf der anderen Seite hat der ländliche Raum mit einem Rückgang der Bevölkerungszahlen zu kämpfen. Der einsetzende Strukturwandel bedeutet einen Umbruch, der sich gravierend auf einzelne Entwicklungsfelder wie Wirtschaft, Bildung, Kultur und Freizeit auswirken wird, mehr aber noch auf das gesellschaftliche und soziale Gefüge in den Städten und gleichermaßen im ländlichen Raum.
Zugleich sind mit diesen Entwicklungen neue Chancen verbunden, denn Städte sind nicht nur attraktive Wohn- und Wirtschaftsstandorte, sie sind kreative Räume für gesellschaftliche, wirtschaftliche, ökologische und politische Innovationen. Um die daraus folgenden Chancen gestalten zu können, wird es zunehmend wichtiger, regionale Entwicklungsperspektiven zu entwerfen, Regionen auf diese Weise zu positionieren und gemeinsam mit den Menschen diese Positionierung aktiv zu kommunizieren. Wo liegen mit Blick auf die eigene Zukunft Stärken? Wo Schwächen? Wie verstehen sich die Bewohnerinnen und Bewohner und was für ein Bild wollen sie von sich skizzieren? Die Entwicklung einer übergreifenden Erzählung schafft ein integratives Moment nach innen.

Bei der Planung einer regionalen Entwicklungsstrategie sind viele Themen und Trends zu beachten, die unter Einbeziehung aller relevanten Akteure diskutiert werden müssen.

Fachübergreifende Antworten

Themen wie die Digitalisierung, der Anstieg von Miet- und Immobilienpreisen oder die Unterbringung von Flüchtlingen verschärfen überdies bestehende und im Umbruch entstehende Konflikte. Die Geschwindigkeit und Komplexität politischer, sozialer und gesellschaftlicher Entwicklungen nehmen zu und führen zu Ängsten und Sorgen bei den Bürgerinnen und Bürgern, nicht selten zu Überforderung. Und sie verändern die Anforderungen an Stadt bzw. Regionalentwicklung und die entsprechenden Verwaltungsstrukturen. Hierauf müssen Antworten gefunden werden.

Dabei erscheint das alleinige Denken aus der Sicht einzelner Verwaltungseinheiten immer weniger erfolgversprechend. Die Verschränkung aktueller Problemlagen, langfristiger Entwicklungen und Zielsetzungen offenbart vielmehr die Notwendigkeit, stärker als bisher fach- und ressortübergreifend
und über Amtszeiten hinaus zu denken. Die Landesregierung Schleswig-Holstein hat, unterstützt durch Johanssen + Kretschmer, ein Projekt entwickelt, das drei Perspektiven miteinander verbindet: die politisch-strategische Ebene über alle Ressorts hinweg, den intensiven Dialog mit Multiplikatoren im gesamten Land und die Kommunikation als einheitliche „Erzählung“ der Landesregierung. Solch eine „Landesentwicklungsstrategie“ lässt sich mit ähnlicher Methodik als Stadt- und Regionalentwicklungsstrategie deklinieren.

Einbeziehung aller Akteure

Durch die Erarbeitung einer ressortübergreifenden Gesamtstrategie wird das gemeinsame Ziel und Verständnis für die komplexen Fragestellungen von Entwicklungschancen für eine Region geschärft. Zu empfehlen ist ein partizipativer Ansatz mit Fachgesprächen und der Einbeziehung relevanter Anspruchsgruppen, wodurch strategische Vorhaben und neue Ideen generiert werden können sowie die ohnehin engagierten Menschen und Organisationen aus Stadt und Region systematisch in die Zukunftsgestaltung integriert werden. Die entsprechende Begleitkommunikation
ermöglicht einen übergeordneten kommunikativen Bogen, der die einzelnen Themenstränge bündelt und interessierte Bürgerinnen und Bürger an den entwickelten Szenarien teilhaben lässt. Die Zusammenfassung mündet in eine stringente „Erzählung“ einer zukunftsorientierten Politik, die sich
nicht im Parteienstreit verliert. Die Einbeziehung aller relevanten Akteure zielt dabei auf eine hohe Akzeptanz.

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