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„Bleibt kritisch, bleibt neugierig": Jubiläumsinterview mit Verena Jasper
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„Bleibt kritisch, bleibt neugierig”: Jubiläumsinterview mit Verena Jasper

11. August 2026

25 Jahre JK: Erfahrungen, die wirken. In unserer Jubiläumsreihe blicken wir gemeinsam mit Alumni zurück und in die Zukunft. Weitere Interviews finden sich auf LinkedIn.

Verena Jasper startete 2008 als Volontärin bei JK und war insgesamt fast sechs Jahre Teil des Teams. Heute arbeitet sie bei bonprix als Head of Corporate Responsibility und gestaltet die Transformation im Unternehmen. Im Jubiläumsinterview verrät sie uns, was sie aus ihrer Zeit bei JK mitgenommen hat.

JK: Hallo Verena, schön dich wiederzusehen! Wann genau warst du bei JK und in welcher Position?

Verena Jasper: Ich bin 2008 als Volontärin bei JK gestartet. Das Volontariat dauerte rund anderthalb Jahre, anschließend war ich als Juniorberaterin tätig. Insgesamt war ich fast sechs Jahre bei JK. Es war eine intensive und sehr prägende Zeit.

JK: Was machst du heute?

Verena Jasper: Ende 2013 bin ich zu bonprix gewechselt. Dort habe ich als zweite Mitarbeiterin nach meiner Chefin im Bereich Nachhaltigkeit gearbeitet. Ich habe das gesamte Spektrum abgedeckt: von Lieferketten und Zertifikaten über Kommunikation bis hin zu CO₂-Themen und grundlegenden strategischen Fragen. 

Über die Jahre hat sich das Thema und auch meine Arbeit stark weiterentwickelt. Heute leite ich das zentrale Corporate-Responsibility-Team und verantworte strategische, regulatorische und kommunikative Themen, die die Transformation im Unternehmen vorantreiben. Viele Nachhaltigkeitsaspekte sind inzwischen in die Kernprozesse integriert, etwa in Produktentwicklung und Sourcing. 

Inzwischen arbeite ich in einem viel größeren, vernetzten Setup. Mein eigenes Team besteht aus sechs Personen, insgesamt sind 15 bis 20 Kolleginnen und Kollegen in Nachhaltigkeitsthemen eingebunden (nicht alle davon sind ausschließlich mit Nachhaltigkeitsthemen beschäftigt).

JK: Das klingt sehr spannend! Inwiefern prägt dich dabei deine Zeit bei JK?

Verena Jasper: Besonders geprägt hat mich der Anspruch, immer nach der bestmöglichen Lösung zu suchen. Wenn ich einen roten Faden benennen müsste, dann ist es dieses Ringen um das beste Ergebnis. Egal, ob es fünf vor zwölf war und man eigentlich schon hätte abgeben müssen. Dieser positiv gemeinte Perfektionismus war immer da. Dabei ging es gar nicht so sehr um schöne Charts, sondern darum, dass Konzepte und Argumentationen wirklich stimmig sind.

Natürlich gehörten auch klassische Kommunikationsaufgaben dazu, aber ich habe vor allem Strategiearbeit von Grund auf gelernt. Besonders prägend waren für mich die kritischen Nachfragen bei Strategiepräsentationen. Dieses permanente Hinterfragen: habe ich an alles gedacht, gibt es noch einen anderen Argumentationsweg, hilft das wirklich dem Kunden? Das war manchmal anstrengend, hat mich aber enorm geprägt. Klar, es ist herausfordernd, wenn immer noch mehr gefordert wird. Aber genau das sorgt dafür, dass man besser wird. Auch wenn ich selbst eher effizient als perfektionistisch arbeite, hat mich dieses Spannungsfeld am Ende deutlich weitergebracht.

Ich habe also vor allem den Anspruch mitgenommen, mich nicht mit halbfertigen Ideen zufriedenzugeben. Das beeinflusst meine Arbeitsweise bis heute.

Damals habe ich das gar nicht so geschätzt. Erst im Nachhinein wurde mir klar, wie prägend diese Zeit war. Und genau deshalb habe ich das Volontariat ja angefangen: um Strategiearbeit wirklich von Grund auf zu lernen. Rückblickend war es sehr wertvoll, das so strukturiert und praxisnah zu tun, auch wenn es manchmal eng und anspruchsvoll war. Besonders hilfreich war, dass man die Methoden nicht nur theoretisch, sondern anhand konkreter Projekte und im Austausch mit anderen gelernt hat. Diese Sicherheit, strukturierte Ansätze flexibel auf unterschiedliche Branchen und Fragestellungen anwenden zu können, begleitet mich bis heute.

JK: Das freut uns sehr! Was war dein stärkster JK-Moment?

Verena Jasper: Besonders in Erinnerung geblieben ist mir der starke Zusammenhalt im Team. Es war selbstverständlich, Kolleginnen und Kollegen zu unterstützen, wenn es in Projekten eng wurde. Dieses Miteinander hat die Arbeit bei JK für mich besonders gemacht. Eine weitere Konstante waren die gemeinsamen Feiern und die Zeit abseits des Projektalltags. In dieser Phase sind viele Freundschaften entstanden, die teilweise bis heute bestehen.

JK: Kommen wir zur letzten Frage: Was wünschst du JK zum Jubiläum?

Verena Jasper: Alles Gute und viele weitere erfolgreiche Jubiläen. Bleibt kritisch, bleibt neugierig und behaltet den Anspruch, immer nach der besten Lösung zu suchen. Genau dieser Qualitätsanspruch hat mich in meiner Zeit bei JK besonders geprägt. Und natürlich wünsche ich euch, dass bei aller Leidenschaft für die Arbeit auch weiterhin der Spaß nicht zu kurz kommt.

JK: Vielen Dank, liebe Verena!